Aktuelle Projekte

Öffentlicher Brief an die Gemeinde Ritterhude, Herrn Keßler:

Beteiligung der Öffentlichkeit, Entwurf zum Bebauungsplan Nr. 47 A, Stellungnahme des Seniorenbeirates Ritterhude

Bei der Ausführung der Planung der Parkplatzanlage ist zu verhindern, dass das jetzige Straßengefälle Richtung Hamme weitergeführt wird. Die Höhe der letzten Parkplatzreihe würde dann bei ca. + 6,40 NN und die Bordsteinoberkante bei ca. +6,50 NN gleich Gehweghöhe liegen.
Der Böschungsfuß auf der Wiese liegt bei ca. +3,95 NN.
Es entsteht dadurch eine Höhendifferenz von ca. 2,55 m.
Diese Differenz ist für die Weiterführung des Gehwegs nur mit einer behindertengerechten Rampe einschließlich der notwendigen Zwischenpodeste und einer Neigung von max. 6% mit einer Rampenlänge von ca. 51 m möglich.
Ob eine Dammaufschüttung im Überschwemmungsgebiet zur Herstellung der Wegneigung gestattet wird, ist nicht anzunehmen.
Eine Rampenanordnung parallel zu der Böschung des Einstellplatzes/Wiese benötigt massive bauliche Maßnahmen und sind sehr kostspielig.

 

Schon jetzt ist das ortsseitige Ufer der Hamme vom Gehweg der Ortsmitte nicht einsichtbar und wird durch das beschriebene Ausbauprofil weiter verschlechtert und die Einsicht in die Niederung der Hamme noch weiter beschränkt.

 

Bildet man die Parkplatzfläche ab der hinteren Reihe der bestehenbleibenden Parkplätze - Parkplatz 138 - mit einer Neigung von ca. 3 % in Richtung Hamme, den Gehweg im Bereich der hinteren neuen Parkplatzreihe mit 6 % Neigung aus, liegt der Fußweg an der neuen Böschungskante auf ca. +4.50 NN.
Der Höhenunterschied zur Wiese beträgt dann ca. 0,60 m. Zur Überwindung dieser Höhe ist bei weiterem Ausbau des Gehweges die vorgeschlagene Rampe um 1,00 m zu verlängern, ein 1,50 m langes Podest anzufügen und ein weiteres Rampenstück mit einer Länge von 6,00 m mit einem 1,50 m langem Zwischenpodest und mit einem weiteren Rampenstück von 4,00 m auszubauen. Es ist insgesamt eine Rampenlänge von 14,00 m herzustellen, anstatt von ca. 51 m.

 

Folgt man der vorgeschlagenen Geländeprofilierung sind nur geringe Erdarbeiten für den Unterbau der Rampe erforderlich. Der abzutragende Boden im Bereich der vorhandenen Parkplätze kann zur Auffüllung der Erweiterungsfläche des Parkplatzes und der Gehwegrampe genutzt werden.

 

Die beschriebene Geländeprofilierung öffnet den Blick zum ortsseitigen Ufer der Hamme und erweitert den Ausblick in die Niederung der Hamme.

 

Der Seniorenbeirat bittet die Gemeinde die vorgeschlagene Geländeprofilierung im Städtebaulichen Vertrag festzuschreiben, damit der bereits angelegte Weg in der Ortsmitte auch das vorgesehene Ziel an der Hamme erreicht.

 

i.A. Günter Pröpping
SENIORENBEIRAT RITTERHUDE

Ein Bürgerhaus für Alt-Ritterhude

In der Altgemeinde Ritterhude fehlt ein niederschwellig zugänglicher Versammlungsort für seine Einwohnerinnen und Einwohner. Kleinere Gruppen und Vereine haben es schwer, in Alt-Ritterhude einen Versammlungsort zu finden.


Andere Gemeinden in der Größe von Alt-Ritterhude haben ein Gemeinschaftshaus für ihre Bürger.

 

In dem neu erstellten Gemeindeentwicklungskonzept 2035 der Gemeinde Ritterhude findet sich die Forderung nach einem Gemeinschaftstreffpunkt für den Ortskern. Dieser Wunsch wurde während der Erarbeitung des Konzeptes durch Bürger in Bürgerwerkstätten geäußert.

 

Ritterhude befindet sich in der glücklichen Lage, dass die Gebrüder Ries der Gemeinde Gebäude hinterlassen haben, die gemeinnützigen Zwecken dienen sollen.

 

Die Apotheke ist ein von den Gebrüdern Ries zu diesem Zweck geschenktes Bauwerk. Die ehemalige Lindenapotheke würde sich nach unseren Recherchen hervorragend - auch räumlich - für ein Bürgerhaus eignen. Das Haus sollte wieder dem von den Ries-Geschwistern gewünschten sozialen Zwecken dienen und ein Gemeinschaftshaus für alle Ritterhuder werden.

 

In einem Bürger- und Gemeinschaftshaus könnte man der Vereinsamung älterer und jüngerer Bürgerinnen und Bürger wirksam entgegengetreten. Offene Treffpunkte für mehrere Gruppen in getrennten Räumen wären möglich, auch an Wochenenden.

 

Leider ist die Mühle in Ritterhude aufgrund ihrer Raumstruktur und ihrer Lage nicht geeignet, die Funktion eines Gemeinschaftshauses zu übernehmen. Für spezielle Anlässe aber ist sie hervorragend prädestiniert. Würde man sie in das Konzept des neuen Bürgertreffpunktes einbeziehen, sie erführe die ihr gebührende Aufwertung!

Möglichkeiten der seniorengerechten Gestaltung der Gemeinde

Präsentation „Generationsübergreifendes Wohnen in Ritterhude“

Artikel dazu im Osterholzer Kreisblatt:

Artikel Kreisblatt.pdf
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Ortskern Ritterhude / Entwicklungsplan Hamme

Vorstellung des Seniorenbeirats anläßlich der Veranstaltung mit der Bürgermeisterin und den Vertretern der Sozialverbände am 04.12.2014:

SB_ÖS_TOP 5_Ortsmitte.pdf
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Senioren wollen Rundweg am Hammedeich

Von Christian Valek

 

Der Seniorenbeirat in Ritterhude macht sich für einen Rundweg entlang der Hamme stark. Günter Pröpping hat in einem Brief an den Gemeinderat angeregt, den Hammedeich auf der Ortsseite zur Naherholung zu nutzen. Damit könnte auch das Marktplatzprojekt weiteren Schliff erhalten, ist Pröpping überzeugt.

 

Ritterhude. Der Seniorenbeirat und Günter Pröpping machen sich für die Naherholung in der Ortsmitte Ritterhudes stark. Pröpping hat in einem Brief an die Ratsmitglieder vorgeschlagen, die ortsseitige Deichkrone in den kommenden Jahren mit einem Weg aufzuwerten. Der Vorschlag sieht vor, zwischen dem Everschen Grundstück und dem geplanten Marktplatz einen Gehweg einzuplanen. "Der Weg muss nur Rollator- oder Rollstuhlbreite haben", erläutert Pröpping.

 

Der Pfad könnte auch vom Marktplatz aus in östlicher Richtung an der Hamme entlang in Richtung Schleuse verlaufen, schlägt Pröpping vor. Damit würden für Senioren und Erholungssuchende "kurze Wege" im Ort geschaffen werden. Ein solcher Deichweg sei nicht störend und auch der Investor hätte dadurch keine Nachteile, ist der Seniorenbeirat überzeugt. Bereits zwei Ritterhuder Senioren-Wohnheime haben ihre Unterstützung für das Projekt schriftlich mitgeteilt.

 

Pröpping ermuntert, die aktuellen Gestaltungsdrang in der Ritterhuder Ortsmitte mit Weitsicht zu nutzen. Mit den Bauvorhaben auf dem Everschen Grundstück und auf dem Areal rund um das ehemalige "Red Ballon" sollten Optionen offen gehalten werden. "Es ist leichter, sich mit zehn statt 30 Eigentümern zu einigen", ist Pröpping überzeugt. Nach der Bebauung des Grundstücks sei der Zug für alle Zeit abgefahren.

 

Die Wegenutzung sollte vertraglich aufgenommen werden, so seine Forderung. "Wir sollten uns die Dienstbarkeit des Deichweges im städtebaulichen Vertrag und mit Grundbuch gesichert für das Eversche Grundstück eintragen lassen", schlägt der Bauingenieur im Ruhestand vor. Die Planung für den Rundweg indes könnte erst in Jahren vorangebracht werden; die Grundlage müsste jetzt gelegt werden. "Wir müssen städtebaulich für Generationen mitdenken – genau das zeichnet Stadtplanung aus."

 

Pröpping bezieht sich mit seiner Idee für einen Rundweg auf das gut 100 Seiten starke Gemeindeentwicklungskonzept 2020 für Ritterhude. Darin findet sich auf Seite 85 unter anderem ein Grundriss des zukünftigen Marktplatzes. Die Zeichnung zeigt die ungefähre Lage der zukünftigen Gebäudeteile des Mini-Einkaufsparks. Zur Hamme hin sind weitere Flächen für den Wohnungsbau und ein durchgezogener Weg zum Hammeufer eingezeichnet.

 

Sichtachse zur Hamme ausbauen

 

Pröpping mahnt, die Sichtachse zur Hamme auszubauen. Das Gemeindeentwicklungskonzept gibt ihm offensichtlich Recht: "Obwohl die Hamme in geringer Entfernung parallel zur Riesstraße fließt, ist sie für die Ritterhuder Bürger nicht zugänglich und erlebbar. Daher sollte von der neuen Ortsmitte aus ein Übergang zur Hamme in Form einer Wegebeziehung vom Marktplatz aus geschaffen werden", zitiert Pröpping aus dem Dokument.

 

Im Sinne der Ortsentwicklung plädiert er dafür, sich auch diese Zuwegung vom Parkplatz des neuen Marktplatzes zum Hammestrand vertraglich zu sichern. "Sonst sind wir hier wieder abgeschnitten." Auch in Fragen zum Angebot des Marktplatzes verweist er auf das Entwicklungskonzept: "Marktaffine Nutzungen sowie Essen und Trinken sollten im Vordergrund stehen", zitiert Pröpping einen Passus auf Seite 84 des Konzeptes. "Wenn die Geschäfte geschlossen sind, ist mit der Gastronomie hier noch Leben", ist er überzeugt.

 

Marktplatz-Projektentwickler Rainer Gloy findet die Idee gut. Zugleich weist er auf den frühen Stand der Planungen hin. "Wir warten zunächst auf Signale aus der Politik", stellte Gloy auf Nachfrage dieser Zeitung klar. Erst danach sei an eine Detailplanung mit der Gemeinde zu denken. Gloy erinnerte an die langfristige Auslegung des Strategiepapiers. Die Idee, gute Gastronomie anzusiedeln, erfordere erstklassige Gastronomen, aber die seien rar gesät. Und: "Ein Weg zur Hamme hängt letztlich vom Einverständnis der Eigentümer ab.

Hospiz in Ritterhude

Die Hospizbewegung der vergangenen Jahrzehnte hat dazu geführt, dass in Europa vermehrt Hospize gegründet wurden. Bundesweit gibt es lt einer Dokumentation des Bundestages aus dem Jahre 2019 inzwischen ca. 230 stationäre Hospiz für Erwachsene in denen jährlich ca. 30.000 Gäste betreut werden können. Tatsächlich sind die im Großraum Bremen bestehenden Hospize stark nachgefragt und führen lange Wartelisten. So ist auch nach Einschätzung des Deutschen Hospiz- und Palliativ Verbands e.V. die aktuelle Versorgungslage insoweit nicht ausreichend, erforderlich wäre ein Ausbau der Kapazitäten um ca. 30 %. Diese Einschätzung wird bestätigt durch die aktuelle demographische Entwicklung:

 

Die Anzahl der Hochbetagten, also der 80-jährigen und Älterer steigt signifikant und stellt die Medizin und Pflege gerade dieser Altersgruppe vor neue Aufgaben. Der Gesetzgeber hat diese Entwicklung mit dem Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland v. 01.04.2016 aufgenommen. Ziel ist ein flächendeckender Ausbau des Versorgungsangebots.


Der Seniorenbeitrat engagiert sich für die Einrichtung eines Hospizes im Raum Ritterhude und hat dieses Engagement bereits im Gemeinderat zur Sprache gebracht. Damit könnte initiativ eine Pflege im Landkreis angeboten werden. Bislang gibt es nördlich der Autobahn A1 in Niedersachsen kein stationäres Hospiz. Anders gestaltet sich die Lage Bremen: Aktuell wird das Lilge-Simon-Stift in Bremen Schönebeck um 50 % ausgebaut und erweitert.

Aufsuchende Altenarbeit – Ein Muss für Ritterhude

In Ritterhude leben Menschen mit eingeschränkter Mobilität - Männer und Frauen mit Mehrfacherkrankungen, Menschen mit geringen materiellen und sozialen Ressourcen, isoliert von ihrer Umwelt.

 

Diese Menschen gilt es zu aktivieren, ihnen eine Teilhabe am Leben zu ermöglichen.

 

Aufsuchende Altenarbeit-Hausbesuche dient dem Ziel, diese Vergessenen wieder zu integrieren. Die Gruppen müssen von außen kommend erkannt und über Netzwerke unterstützt werden.

 

Es wird nötig sein, einer ausgebildeten Kraft diese Aufgabe anzuvertrauen. Diese Person steht an der Spitze, sie errichtet gemeinsam mit Ehrenamtlichen ein Netzwerk zugunsten der Einsamen. Hausbesuche, Unterstützung im Alltag, persönliche Ansprache und vieles mehr sind denkbar.

 

Die vielen Isolierten in Ritterhude sind gerade wegen ihres Lebens in Abgeschiedenheit nicht sichtbar.

 

Der Seniorenbeirat wird den Gemeinderat und die Verwaltung bitten, diesen Menschen durch Aufsuchende Altenarbeit wieder eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

 

Unter www.aufsuchende-altenarbeit.de finden Sie weitere Informationen.

Spiel- und Begegnungsfläche Mühlenberg – Riessportplatz, Treffpunkt mit Fitnessparcours und Spielplatz

 

 

 

 

 

„Treffpunkt mit Aussicht“ auf dem Alten Bunkenburgsweg (heute am Ende der Rathausstraße) am Mehrgenerationenplatz.

Der Seniorenbeirat möchte im Ortskern Ritterhudes für die Bürger*innen einen Treffpunkt mit „Aussicht“ errichten. Die Plattform wird neben seiner wunderbaren Lage auch eine einzigartige Gelegenheit bieten, Ritterhuder Geschichte ins Gedächtnis zu rufen. Auskunftsschilder werden über die historische Bedeutung des Platzes berichten.
In Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Bürgerverein werden QR-Codes über die heimatgeschichtlichen Ereignisse aus Hu´e berichten.

 

Der Seniorenbeirat hat sich zu diesem Projekt durch das Forschungsprojekt „Aktiv Mobil - Länger gesund in Ritterhude“ inspirieren lassen. Anlässlich einer Ortsbesichtigung mit einer Mitarbeiterin der Projektgruppe wurden wir von dieser angeregt, die Plattform zu planen.
Das Podium wird als Treffpunkt die Aufenthaltsqualität in Ritterhude erhöhen. Der gewählte Punkt befindet sich an dem einst durchgehenden Verbindungsweg vom Mühlenberg zur Ortsmitte, historisch gesehen war der Weg für Ritterhude sehr bedeutend.
Der Platz befindet sich auf dem ehemaligen Hohlweg zu dem Ackerland „Hinter den Höfen der Mittelbauernschaft“ in Ritterhude und endete an der Stader/Bremer Chaussee.
Nach dem Bau der Eisenbahnstrecke führte der Weg über die Gleise und die Rampe endete bei der Großen Buche auf dem jetzigen neuen Friedhof.
Direkt nebenan auf dem Schulgelände lag der Hudenhof, im Besitz der Gutsherren. Im Gutshof befand sich eine angemietete Pastorenwohnung.
Die Gutsherren haben das Grundstück des Hudenhofes an die Gemeinde zum Bau der Riesschule verkauft. Dadurch musste ein Pastorenhaus als Ersatz gefunden werden. Die Gebrüder Ries forderten die Gutsherren erfolgreich auf, das Kirchenpatronat abzugeben und verpflichteten sich, dafür ein Pfarrhaus für die Kirchengemeinde zu stiften.
Ein einzigartiger Blick wird von der Aussichtsplattform auf das historische Ritterhuder Pfarrhaus möglich sein!

 

An der Stelle der projektierten Plattform befindet sich ein vom Architekt Stolte aus Osterholz-Scharmbeck geplanter und vom ortsansässigen Maurermeister Scheper errichteter Bunker. Er diente der Sicherheit der Soldaten einer Flakbatterie und auch den Schülern der Riesschule sowie den Kindern des NSV-Kindergartens (NSV - Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) im Falle eines Luftangriffes.
In den Jahren 1939 bis 1941 wurde in Ritterhude eine FLAK-Stellung zum Schutze Bremens errichtet. Das Stabsquartier für diesen Abschnitt befand sich im Bereich der Riesschule und auf dem Dachboden des Schulhauses der Befehlsstand. In dem Schulgebäude war auch der NSV Kindergarten eingerichtet. Der Schulbetrieb ging bis zur Einrichtung des Lazaretts eingeschränkt weiter.
Den Sportplatz nutzte die Wehrmacht mit Baracken für Versorgung und Unterkunft der Flakabteilung; den Schülern und den Kindern des NSV-Kindergartens diente das Areal als Spielfläche.
Bevor die Nutzung des Sportplatzes von der Flakabteilung übernommen wurde, diente dieser als Appellplatz für die SA und der HJ.

Als die Riesschule zum Lazarett umfunktioniert wurde, verlagerte man das Stabsquartier der Flak auf dem Sportplatz in einen Erdbunker an der Feldstraße (jetzt Hegelstraße). Schul- und Kindergartenbetrieb wurden eingestellt. Der Bunker diente auch als Lazarett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto der verwendeten Spendendose.

 

 

Artikel dazu im Osterholzer Kreisblatt vom 15.01.2020:

Beirat richtet den Blick nach vorn

Ritterhuder Seniorenvertreter planen Aussichtsplattform – Runder Tisch mit anderen Vereinen gewünscht

Als Fotomontage gibt es die Aussichtsplattform bereits: Sie ist das neue Projekt des Ritterhuder Seniorenbeirates.

 

BRIGITTE LANGE

 

Ritterhude. Über Jahre haben sich die Mitglieder des Ritterhuder Seniorenbeirates dafür engagiert, dass die Gemeinde einen Mehrgenerationen-Platz baut. Mit Erfolg. Seit vergangenem Frühjahr finden Alt und Jung auf dem Spielplatz am Riessportplatz eine Reihe von Fitness-Geräten. Auch für das Boule-Spiel wurde dort eine Fläche hergerichtet. Für die Jüngsten gibt es Spielgeräte und Sand, die etwas Größeren können nebenan bolzen. Die Beiratsmitglieder könnten sich nun zufrieden zurücklehnen. Aber mitnichten. Sie schmieden bereits an neuen Plänen – und suchen Unterstützer.

Denn die Mitglieder des Seniorenbeirates träumen von einem Fußweg inklusive Ausblick. Dieser Weg, so berichtet Beiratssprecher Achim Teichner, soll vom Mehrgenerationen-Platz aus am südlichen Rand des Riessportplatzes in Richtung Goethestraße führen. „Zwischen den Wohnhäusern und der Riesschule haben wir einen Aussichtspunkt mit Sitzmöglichkeit geplant“, sagt er. Den Spaziergängern eröffnet sich von dort ein Blick, der zwischen Rathaus und Sparkassen-Gebäude hindurch bis zum alten Pfarrhaus geht. 

 

Da das Gelände, über das der Weg führen soll, höher als die angrenzende Rathausstraße liegt, würde die Aussichtsplattform auf einer Stahlkonstruktion über die Böschung hinaus in den freien Raum ragen. Getragen werden soll die Konstruktion von zwei Stahlstangen. Die Plattform selbst soll gepflastert und mit einem Metallgeländer gesichert werden. „Planung, Statik, Kostenvoranschlag – alles liegt schon vor“, sagt Teichner. Nun gehe nur noch um die Finanzierung. Und dafür suchten sie Sponsoren. Teichner: „Wir hoffen, dass wir das Projekt in der zweiten Hälfte dieses Jahres verwirklichen können.“ Sein Optimismus rührt auch daher, dass der Seniorenbeirat bereits für die Ausstattung des Mehrgenerationenplatzes mit Fitness-Geräten zahlreiche Spenden einwerben konnte. Darauf vertrauen sie nun wieder. Außerdem habe die Gemeinde dem Beirat signalisiert, dass sie 50 Prozent der Kosten zu übernehmen würde.

Was den bereits bestehenden Platz betrifft, hat der Seniorenbeirat zudem einen Wunsch: „Größere Mülleimer wären gut.“ Immer wieder liege Abfall herum. Aber nicht, weil die Nutzer des Platzes, darunter viele Jugendliche, nicht ordentlich seien. „Die Mülleimer sind einfach zu klein“, so Teichner.

 

Eines der Fitness-Geräte, das bereits wiederholt defekt war, soll zudem ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich um eines mit einem Schwingball. Ball und Seil waren mehrfach kaputt. „Wir stehen gerade mit dem Hersteller in Verhandlungen“, sagt Teichner. Bis es ein neues, anderes Gerät gebe, stehe das bisherige ohne den dazugehörigen Ball im Parcours.

 

Tatsächlich werde der Mehrgenerationen-Platz gut angenommen, erzählt Achim Teichner. „Es gibt Gruppen, die regelmäßig kommen, um Boule zu spielen.“ Aber auch Fahrradtouristen hätten schon vorbeigeschaut. Der Seniorenbeirat hofft, dass noch mehr von ihnen den Weg zum Platz finden. Er freut sich daher sehr über einen Vorschlag aus den Reihen der Politiker,  an der Riesstraße doch einen Wegweiser aufzustellen.

 

Völlig überrascht wurden die Mitglieder des Seniorenbeirates im vorigen Jahr von dem großen Interesse, auf das ihre Filmvorführungen in der Ritterhude Mühle bei der Bevölkerung gestoßen waren. „Den Film ‚Dr. Caselitz erzählt Geschichten und Anekdoten aus der Ritterhuder Vergangenheit‘ mussten wir zwei Mal zeigen, so groß war der Andrang“, sagt Teichner. Aber auch das Filmprojekt „Flucht und Vertreibung – Zweite Heimat Ritterhude“ wollten viele sehen. Der zweite Teil der Dokumentation wird Ende Januar gezeigt. Auf Interesse seien auch ihre Vorträge gestoßen, zu denen sie regelmäßig in die Ritterhuder Mühle einladen.

 

Die Mitglieder des Seniorenbeirates möchten außerdem – zusammen mit der Verwaltung – alle Vereine an einen Tisch holen, um abzuklopfen, was es insgesamt an Angeboten für Senioren gibt und welche fehlen. Da hapere es noch mit der Zusammenarbeit. Ein Ergebnis dieses Treffens könne zum Beispiel sein, dass mehrere Vereine eine Veranstaltung gemeinsam auf die Beine stellten. Etwa, wenn ein Redner für einen Gastgeber allein zu teuer sei, regt Teichner an.

Die Erfahrungen, die die Mitglieder des Ritterhuder Seniorenbeirates gesammelt haben, sind gefragt. „Unsere Partnergemeinde Val de Reuil möchte einen Seniorenbeirat gründen“, so Teichner. Dort habe man sie um Hilfe gebeten. „Wir sind noch am Schnacken, wie wir das am besten machen, und ob wir uns dazu in Frankreich oder in Ritterhude treffen.“

Dem Seniorenbeirat in Ritterhude gehen die Projekte nicht aus. Infos zu ihren aktuellen Angeboten gibt es auf der Internetseite https://www.seniorenbeirat-ritterhude.de/.

Dank- und Empfehlungsschreiben der Bürgermeisterin Susanne Geils

Dank-Empfehlungsschreiben der Bürgermeisterin, Frau Geils
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